Ein Pferd aus Staub
Im Sternbild Orion, gleich unter dem linken Gürtelstern, ragt eine dunkle Form wie eine Schachfigur vor einem rötlich leuchtenden Hintergrund auf: der Pferdekopfnebel. Er ist rund 1.300 Lichtjahre entfernt und etwa drei bis vier Lichtjahre groß.
Dunkel, weil dort viel ist
Die dunkle Stelle ist kein Loch im Himmel. Im Gegenteil: Dort ist besonders viel Material. Feiner Staub schluckt das Licht des leuchtenden Wasserstoffnebels dahinter. Eine Stelle am Himmel kann also gerade deshalb dunkel wirken, weil dort etwas ist. So einen Nebel nennt man Dunkelnebel.
Eine Kinderstube für Sterne
Im Inneren solcher kalten, dichten Wolken können neue Sterne entstehen. Mit Infrarotteleskopen wie James Webb kann man durch den Staub hindurchschauen und sieht dort junge Sterne, die im sichtbaren Licht verborgen bleiben. Übrigens: Auch andere Nebel tragen Fantasienamen wie Herznebel oder Nordamerikanebel – im All schweben aber weder Herzen noch Kontinente.
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