Landen in der Hölle
Bei rund 465 Grad und einem Druck wie in fast einem Kilometer Meerestiefe scheint eine Landung unmöglich. Die Sowjetunion schickte im Venera-Programm trotzdem viele Sonden zur Venus. Mit jedem Versuch lernten die Teams dazu.
Erste Landung – auf der Venus
Im Jahr 1970 gelang Venera 7 die erste weiche Landung eines Raumfahrzeugs auf einem anderen Planeten, bei der Daten von der Oberfläche zur Erde gefunkt wurden. Das war also nicht auf dem Mars, sondern auf der Venus. 1975 schickten Venera 9 und Venera 10 die ersten Bilder von der Venusoberfläche: flache, kantige Steine unter gelblich gedämpftem Licht.
Nur wenige Minuten bis Stunden
Lange hielten die Lander nicht durch. Je nach Mission funktionierten sie an der Oberfläche etwa zwanzig Minuten bis etwas mehr als zwei Stunden. Dann waren Hitze und Druck zu viel für die Technik.
Die nächsten Besucher
In den 2030er-Jahren soll Venus wieder Besuch bekommen: Die NASA plant die Sonde DAVINCI, die durch die Atmosphäre hinabsinken und messen soll, und den Radar-Orbiter VERITAS. Die ESA plant die Mission EnVision mit einem Start im November 2031. Raumfahrtpläne können sich allerdings noch ändern.
