Ein neuer Stern am Tag
Im Juli 1054 entdeckten chinesische Himmelskundler plötzlich einen neuen, sehr hellen Lichtpunkt im Sternbild Stier. Etwa drei Wochen lang war er sogar am Tageshimmel zu sehen, nachts blieb er fast zwei Jahre sichtbar. Sie nannten ihn einen Gaststern und notierten genau, wo er stand.
Das Ende eines Sterns
Heute wissen wir: Es war kein neuer Stern, sondern das Licht einer Supernova – eines explodierenden, massereichen Sterns in rund 6.500 Lichtjahren Entfernung. Die Explosion selbst geschah also schon lange vor 1054; ihr Licht brauchte nur so lange bis zur Erde.
Der Krebsnebel
An derselben Stelle sieht man heute mit einem Teleskop den Krebsnebel, auch Messier 1 genannt. Seine Gasfäden rasen noch immer mit über 1.000 Kilometern pro Sekunde nach außen. In seiner Mitte sitzt ein Pulsar – der zusammengepresste Kern des früheren Sterns, der sich etwa 30-mal pro Sekunde dreht. Alte Aufzeichnungen und moderne Teleskope erzählen hier gemeinsam eine Geschichte.
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