Unsere große Nachbarin
Die Andromeda-Galaxie (M31) ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und gemeinsam mit der Milchstraße das große Schwergewicht der Lokalen Gruppe. Unter dunklem Himmel kann man sie im Herbst sogar mit bloßem Auge als blassen Fleck sehen. Sie bewegt sich entlang unserer Sichtlinie auf uns zu.
Eine Münzwurf-Zukunft
Lange stand in Büchern: In etwa vier bis fünf Milliarden Jahren stoßen beide Galaxien sicher zusammen. Neuere Berechnungen mit Daten der Weltraumteleskope Hubble und Gaia berücksichtigen aber Messunsicherheiten und die Schwerkraft anderer Galaxien wie M33 und der Großen Magellanschen Wolke. Danach liegt die Chance auf eine Verschmelzung in den nächsten zehn Milliarden Jahren nur bei etwa 50 Prozent – in den nächsten fünf Milliarden Jahren ist sie sehr unwahrscheinlich.
Kein Crash der Sterne
Selbst wenn es so weit kommt, krachen kaum Sterne aufeinander. Die Abstände zwischen ihnen sind riesig. Es wäre eher wie bei zwei Bienenschwärmen, die ineinanderfliegen: Die Bienen weichen sich aus, aber die Schwärme vermischen sich. Aus beiden Galaxien könnte eine große elliptische Galaxie werden, die scherzhaft schon „Milkomeda“ genannt wird.
🔭 Selbst ausprobieren
Das Wissen aus diesem Artikel kannst du gleich mit unseren Himmels-Werkzeugen erleben:



