Leuchten, spiegeln, verschlucken
Emissionsnebel leuchten selbst: Junge, heiße Sterne bringen ihr Gas zum Glühen, ähnlich wie bei einer Neonröhre – der Orionnebel ist das berühmteste Beispiel. Reflexionsnebel bestehen aus Staub, der das Licht naher Sterne zurückwirft; sie schimmern meist bläulich. Dunkelnebel sind so dicht, dass sie das Licht dahinterliegender Sterne verschlucken, wie der Pferdekopfnebel.
Abschiedsgrüße von Sternen
Planetarische Nebel sind die abgestoßenen Gashüllen sterbender, sonnenähnlicher Sterne. Mit Planeten haben sie nichts zu tun: Der Name stammt aus der frühen Teleskopzeit, als manche dieser runden Nebel wie Planetenscheibchen aussahen. Supernovaüberreste sind die Trümmerwolken explodierter Sterne – der Krebsnebel zum Beispiel.
Geburt und Tod im selben Bild
In großen Sternentstehungsgebieten liegen leuchtendes Gas, spiegelnder Staub und dunkle Wolken oft direkt nebeneinander. Die fünf Namen sind Schubladen, die wir Menschen erfunden haben – die Natur hält sich nicht immer daran. Zusammen zeigen Nebel den großen Kreislauf: Sterne entstehen aus Wolken und geben am Ende ihres Lebens wieder Material an sie zurück.
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