Kinderstuben im All
Zwischen den Sternen schweben riesige Wolken aus Gas und Staub, sogenannte Molekülwolken. Sie bestehen vor allem aus Wasserstoff und sind oft nur wenige Grad wärmer als der absolute Nullpunkt. Manche sind Dutzende oder sogar Hunderte Lichtjahre groß. Weil ihr Staub das Licht schluckt, sehen sie oft wie dunkle Flecken vor dem Sternenhimmel aus.
Vom Klumpen zum Protostern
An dichteren Stellen zieht die Schwerkraft immer mehr Material zusammen. Der Klumpen schrumpft, beginnt sich zu drehen und bildet eine flache Scheibe – wie eine Eiskunstläuferin, die sich schneller dreht, wenn sie die Arme anzieht. In der Mitte wächst ein heißer Protostern. Aus den Resten in der Scheibe können später Planeten, Monde und Kometen werden.
Der Moment, in dem er leuchtet
Im Kern des Protosterns steigen Druck und Temperatur, bis auf viele Millionen Grad. Dann verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium, und die Kernfusion beginnt. Nun hält der Druck von innen der Schwerkraft die Waage: Ein neuer Stern ist geboren. Das dauert Hunderttausende Jahre. Meist entstehen viele Sterne gemeinsam, zum Beispiel im Orionnebel.
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