Jetzt kommt unsere große Nachbarin: Die Andromeda-Galaxie ist das am weitesten entfernte Objekt, das du mit bloßem Auge sehen kannst. Dazu gibt es Nebel in Herzform – und Sternschnuppen vom Halleyschen Kometen.
Ab ca. 20 Uhr dunkel, nach der Zeitumstellung Ende Oktober schon ab 19 Uhr. Andromeda steht dann hoch im Osten, später fast über uns.

Andromeda-Galaxie
M 31 · Sternbild AndromedaAn einem dunklen Ort siehst du einen länglichen, schwachen Nebelfleck. Das ist eine ganze Galaxie mit rund einer Billion Sternen! Ihr Licht war 2,5 Millionen Jahre unterwegs – es startete, als es noch gar keine Menschen gab.
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3,4 mag, aber über 3° groß – visuell am besten im Fernglas oder Teleskop mit kleiner Vergrößerung; die Begleiter M 32 und M 110 sind mit im Feld. Fotografisch ein Traumziel für 300–600 mm, Breitband/RGB, Hα für die rosa Sternentstehungsgebiete. Nebelfilter visuell nicht sinnvoll.

Dreiecksgalaxie
M 33 · Sternbild DreieckDie drittgrößte Galaxie unserer „Galaxien-Nachbarschaft“. Wir schauen von oben auf sie und sehen lockere Spiralarme voller rosa leuchtender Sternentstehungsgebiete.
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5,7 mag, aber sehr flächenschwach (ca. 70′) – Paradebeispiel dafür, dass ein dunkler Himmel wichtiger ist als Öffnung. Im Fernglas bei Top-Bedingungen. Fotografisch 400–800 mm, Breitband + Hα.

Herz- und Seelennebel
IC 1805 & IC 1848 · Sternbild KassiopeiaNeben dem Himmels-W liegen zwei riesige Nebel nebeneinander: einer sieht aus wie ein Herz, der andere wie ein Embryo – deshalb heißen sie Herz und Seele. Das Bild zeigt sie im Infrarotlicht des NASA-Satelliten WISE.
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Großflächige Emissionsnebel (je ca. 2°). Visuell praktisch unsichtbar. Fotografisch einer der Top-Schmalbandkandidaten: bei 135–250 mm passen beide zusammen ins Bild; Hα/OIII/SII oder Dualband an der Farbkamera.
Orioniden
Sternschnuppen · Maximum um den 21. OktoberNoch einmal Staub vom Halleyschen Kometen! Die Orioniden sind schnell und hinterlassen manchmal leuchtende Spuren. Am meisten siehst du in der zweiten Nachthälfte, wenn Orion aufgegangen ist.
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Radiant nahe Beteigeuze, ca. 15–20 Meteore/h, sehr schnell (66 km/s). Gleicher Ursprung wie die Eta-Aquariiden im Mai.
Andromeda rast mit rund 110 Kilometern pro Sekunde auf uns zu. Lange galt ein Zusammenstoß als sicher – neue Berechnungen mit Daten der Teleskope Hubble und Gaia zeigen aber: Ob die beiden Galaxien in den nächsten 10 Milliarden Jahren verschmelzen oder aneinander vorbeifliegen, ist etwa so offen wie ein Münzwurf. Mehr dazu »
So findest du Andromeda: Vom Himmels-W zeigt die „spitze“ Seite wie ein Pfeil in ihre Richtung. Schau leicht daneben – mit dem „indirekten Sehen“ erkennst du schwache Objekte besser.
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